Management

Harald Stanger
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 Konzertbericht

Big Balls 09.03.2007 / Universum Stuttgart

 

Wir hatten schon viel von Big Balls gehört - sie leider aber noch nie live gesehen. Vergangenen Freitag spielten sie dann im Universum in Stuttgart - da mussten wir natürlich hin....

Heraus kam ein überaus gelungener Abend voll guter Laune und urwüchsigem Rock 'n' Roll gespielt von einer der besten AC / DC Tributebands die ich kenne. Obendrauf noch drei stilvolle Einlagen einer Gogo-Tänzerin - und das ausgerechnet bei meinen Lieblingssongs .

Big Balls das sind: Bernie Großmann (Drums), Andreas “Robbs” Zagos u. Rainer “Raingus” Nestle (Leadguitars), Rainer “Ray” Pfäffle (Bass) und Oliver Frommhaben (Vocals).
Big Balls sind nicht nur eine Tributeband. Sie haben in Oliver Frommhagen einen Frontmann der das alte Feeling mit der Stimme eines Bon Scott mit auf die Bühne bringt. (Geil)

Wir waren pünktlich da. Aber los gings erst mit einer Stunde Verspätung. Dafür aber gleich mit einem Brecher. “Raingus” stimmte das Riff zu “Thunderstruck” an und das Publikum formierte sich sogleich zur kollektiven Nackengymnastik. Als nach dem beeindruckenden Opener-Riff dann Ollie mit dem Gesang einsetzte war schon beim ersten Stück klar dass da heute für uns nichts schiefgehen konnte. Schwer beeindruckend, wie die Band live rüberkommt.
War zu Beginn das Publikum noch zurückhaltend, so wurde es, je länger das Konzert dauerte, immer lockerer und tanzte und bangt e was das Zeug hielt. Jeder Song ein Kracher aus der Historie von AC/DC - und das Volk sang so gut wie jeden Song mit. Darunter “Riff Raff”, “Sin City”, und auch weniger bekannte Songs wie z.B. “Beatin'Around The Bush”. Souverän gibt “Raingus” Nestle, dezent im Hintergrund stehend die Marschrichtung vor, während Robbs eindrucksvoll eine Show ganz im Angus-Stil abzieht. Zwischen den Songs hat Olli F. immer wieder einen Spruch auf Lager. Jetzt war das Publikum ein wenig warm geworden. Doch mit dem nächsten Song wurde es ihnen noch ein wenig wärmer. Denn mit dem Klassiker “The Jack” enterte erstmals Steffi zur ersten Gogo-Tanzeinlage die Bühne. “The Jack” gefällt mir ja sowieso ausserordentlich gut, aber so habe ich den Song selten live genossen. Cool.


Weiter gings mit “Live Wire” (mein Lieblingtitel), über “Shoot To Thrill” zu “Bad Boy Boogie”. Das war der Einsatz für Robbs, der wie die Feuerwehr loslegte und zum traditionellen Angus-Boogie-Strip ansetzte. Recht so - die Frauen sollen auch was von dem Gig haben. Ein Wort zu Rob Zagos. Ein Derwisch der auf und vor der Bühne tobt und auch die Angus Rolle auf dem Boden in Perfektion beherrscht. In den vorderen Reihen lieferte er sich ein Gitarrenduell mit einem Luftgitarristen - einem besonders treuen Fan, der das komplette Konzert auf seiner eigens mitgebrachten Vinyl-Gibson SG mitklampfte. Die Band und das Publikum hatten sichtlich Spass miteinander.


Gleich anschliessend begann mit “Highway To Hell” ein kleiner Ausschnitt aus gleichnamigem Album - dazu mit Steffis Auftritt Nr. 2. In diesem Fall hätte ich nix gegen eine Polizeikontrolle einzuwenden. Es folgten drei weitere H2Hell -Songs: “Girls Got Rhythm”, “Touch Too Much” und “Get It Hot”. Nach der Bandvorstellung bei “Dirty Deeds” (spielt mehr von diesem Album!) zeigte dann Steffi wie man's richtig macht. Dem Song “High Voltage” angemessen ging sie nun aufs Ganze. Und hier hatte unser Webmaster den bisherigen Tiefpunkt seines Wirkens erreicht: Der Akku machte schlapp - ausgerechnet jetzt :-( Aber egal, der nächste Song entschädigte für vieles. Ich sag' nur: Let there be Light, Sound, Drums - Guitar... - ein echter Klassiker.
Wenig später war mit TNT erst mal Schluß - doch das Publikum lies nicht locker und Big Balls traten zur Zugabe an.

Die Glockenschläge läuteten den Megahit “Hells Bells” ein. Mit “Stiff Upper Lip” und “Whole Lotta Rosie” feuerten sie nochmal zwei Killersongs hinterher. “For Those About To Rock” bildete dann einen würdigen Abschluss für ein sage und schreibe zweieinhalb stündiges Konzert.

Schön war's. Zum Glück gibt es Tributebands wie Big Balls die uns die Musik unserer Idole in Clubathmosphäre zum erschwinglichen Preis, aber ebenso professionell, um die Ohren hauen.

In diesem Sinne:  “Big Balls - WE SALUTE YOU !!!”

M.O.D. (16.03.07)

 

 

 
 
Big Balls 23.03.2007